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MURTER , Ortschaft im
Nordwestteil der gleichnamigen Insel; 2010 Einw. Der Ort hieß zunächst
Veliko Selo (seit dem 13. Jh.) und SrimaC (Srimac); seit 1715 trägt er
seinen heutigen Namen. Er dehnt sich aus bis an die Hramina-Bucht, in
der in Richtung der Bucht Slanica ein Jachthafen gebaut wurde. Die
Hramina-Bucht liegt vor allen Winden geschützt und ist ein guter
Ankerplatz für kleinere Jachten und Boote. In der Slanica-Bucht findet
man einen schönen Badestrand und die Hotelsiedlung Collentum.

Die
Ortschaft wird im 15. Jh. erstmals erwähnt. Am Fuße der Anhöhe
Gradina, in der Hramina-Bucht und an anderen Stellen finden sich Reste
römischer Bauwerke, die wahrscheinlich auf die antike Siedlung
Collentum zurückgehen. Auf dem Gradina-Kap liegt der Ortsfriedhof, wo
altkroatische Gräber entdeckt wurden. Am Friedhof steht die aus dem
17. Jh. stammende Kirche der Madonna in Gradina. Die Pfarrkirche St.
Michael birgt einen barocken Altar, eine Arbeit der Meister Pio und
Vicko dall‘Acqua, sowie eine Ikone der kretisch-venezianischen Schule.
Im Pfarramt befinden sich ein Prozessionskreuz aus der Gotik und
Renaissance sowie mehrere wertvolle Gemälde. Über dem Dorf, auf dem
Vrsina-Berg, steht die St.-Rochus-Kirche aus dem Jahr 1760.

Geographische Lage: Kroatien erstreckt sich südöstlich
von den östlichen Alpenrändern und östlich vom pannonischen Flachland
über das Dinara-Gebirge im mittleren Teil bis zur Adriaküste im Süden
des Landes.
Fläche des Festlandes: 56.542 km².
Die Fläche der territorialen Gewässer beträgt 31.067 km².
Einwohnerzahl: 4.381.352
Hauptstadt: Zagreb (770.058 Einwohner) - Wirtschafts-, Verkehrs-,
Kultur- und Wissenschaftszentrum des Landes
Küstenlänge: 5835 km - davon 4057 km Küste der Inseln, Klippen und
Felsen.
Anzahl der Inseln ( hiervon bewohnt: 67), Klippen und Felsen: 1185.
Die größten Inseln sind Krk und Cres.
Klima: Im Norden Kroatiens herrscht kontinentales Klima, im mittleren
Teil des Landes Gebirgsklima und an der Küste mediterranes Klima vor.
Wintertemperaturspanne von -1 zu 30°C in der kontinentalen Region, von
-5 zu 0°C in der Gebirgsregion und von 5 zu 10°C im Küstengebiet.
Sommertemperaturspanne von 22 zu 26°C in der kontinentalen Region, von
15 zu 20°C in der Gebirgsregion und von 26 zu 30°C im Küstengebiet.
Nationale Struktur: Den Großteil der Bevölkerung bilden die Kroaten.
Die nationalen Minderheiten sind: Serben, Ungarn, Tschechen, Slowaken,
Italiener u.a.
Religionen: Der Großteil der Bevölkerung ist römisch-katholisch, neben
anderen religionen wie Orthodoxe, Moslems und verschiedenen anderen
Glaubensbekenntnisse.
Amtssprache und Schrift: Kroatische Sprache und lateinische Schrift.
Währung: Kuna (1€ = 7,50 Kuna, Nov. 2003)
WIND- UND WETTERVERHÄLTNISSE
Wind und Wetter im adriatischen Raum sind von der Verteilung des
Luftdruckes über dem ihm benachbarten, gebirgigen Gebiet des
Festlandes und über dem zentralen Mittelmeer abhängig. Durch die
Veränderung in der mittleren Druckverteilung, die vom Sommer zum
Winter vor sich geht, ist der ruhige, trockene Sommer und das
stürmischere und regenreichere Winterhalbjahr des Adriagebietes
bedingt.
Im Sommer wird die Witterung vornehmlich von nordwestlichen Winden
beherrscht, die nach Süden an Beständigkeit zunehmen. In der kälteren
Jahreszeit überwiegen an der Ostseite der Adria südöstliche, an ihrem
Nordrand aber kalte, nordöstliche Winde.
GEZEITEN:
Halbtägige Gezeiten herrschen in der Adria vor, sodaß im Laufe des
Tages Hoch- und Niedrigwasser zweimal eintreten - die Höhen sind Vor-
und Nachmittags unterschiedlich. Die Gezeiten sind in der Nordadria am
stärksten vorhanden (bis zu 1 Meter). An der mittleren und südlichen
Adria sind nur noch Unterschiede von 15-30cm zu registrieren. Aufgrund
der geringen Tidenhübe spielen die Gezeiten in Kroatien für die
Sportschifffahrt nur eine untergeordnete Rolle. |